Auf dem Albtraufgängerweg zum Reußenstein

Burgruine Reussenstein

Vom Wanderparkplatz Boßler per Wanderbus nach Wiesensteig, dann auf dem Albtraufgängerweg zur Burgruine Reußenstein sowie über die Bläsiberg-Hochfläche zurück zum Parkplatz, führt diese rund 19 Kilometer lange Wanderung. Wir parken am großen Boßler-Parkplatz an der L 1213 zwischen Gruibingen und Weilheim, zwei Kilometer vor dem Deutschen Haus. Dann entweder mit einem zweiten Auto oder per Radwanderbus an Sonn- und Feiertagen (zwischen 1. Mai und Mitte Oktober) nach Wiesensteig fahren (Ausstieg Postamt, Nähe Schloss) und vorm Schloss Wiesensteig in den Albtraufgängerweg starten (beschildert).

Durch das schmucke Wiesensteig

Wir folgen der Albtraufgängermarkierung (schwarzes Logo auf gelbem Quadrat). Es geht zunächst einige hundert Meter durch das schmucke Städtchen, mit seinen Fachwerkhäusern, in Richtung Kirche, dann auf der Seestraße Richtung Freibad. Kurz danach kommen wir in Waldgebiet. Nach einer halben Stunde erreichen wir den Wanderparkplatz Papiermühle. Hier gehen wir nicht links sondern erst rund hundert Meter nach rechts, wieder dem Albtraufgängersymbol folgen.

Nach der Brücke geht es links ab auf einen Schotterweg (gleichzeitig der Wiesensteiger Geopfad), der an der jungen Fils entlang zum Filsursprung führt und wenig später in einen Wiesenpfad übergeht. Vorbei an einem Grillplatz erreichen wir 1,7 Kilometer nach dem Parkplatz den Filsursprung (Grillplatz).

Wir wandern weiter, rein ins idyllische Hasental. Rund einen Kilometer nach dem Filsursprung teilt sich die Straße. Links geht’s zur bewirtschafteten Schertelshöhle (montags zu), der Albtraufgängerweg führt jedoch gerade aus weiter. Nach weiteren 1,5 Kilometern, am sogenannten Grauen Stein, folgen wir der Wegmarkierung nach rechts, rein in den Ruderstälesweg, zum Reußenstein. Es geht jetzt in den Wald hinein und etwas bergauf. Wir kommen schließlich auf dem Wanderparkplatz Reußenstein an, der direkt an der K 1430 (Wiesensteig-Schopfloch) liegt.

Herrlicher Blick ins Neidlinger Tal

Wir gehen ein paar Meter nach links und queren die Kreisstraße. Wenige Minuten später erreichen wir die Burgruine, die nach Felssicherungsarbeiten seit dem Frühjahr 2016 wieder besichtigt werden kann – was sich durchaus lohnt, denn sie zählt zu den schönsten Burgruinen der Schwäbischen Alb, mit einem herrlichen Blick ins Neidlinger Tal und auf Weilheim/Teck.

Zurück von der Besichtigung geht es links weiter, am Albtrauf entlang, der Albtraufgängermarkierung folgend. Nach wenigen hundert Metern erreichen wir den Reußenstein-Hof, mit seinem schönen Biergarten („2016 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen“, steht auf einem Schild. „Zu trinken gibt es trotzdem etwas“, teilt der Wirt mit).

Nach dem Hof geht es links ab, etwas bergauf, mit schönen Ausblicken. Der Wanderweg ist auch als HW1 (Hauptwanderweg des Schwäbischen Albvereins) gekennzeichnet, und führtjetzt in Richtung Eckhöfe, Bläsiberg und Boßler. Bei den Eckhöfen queren wir die L1200, lassen den Wanderparkplatz rechts liegen und folgen der Albtraufgängermarkierung weiter.

Bald erreichen wir den Startplatz der Gleitschirmflieger Neidlingen. Von hier sieht man auf Neidlingen, Hepsisau und Weilheim. Es ist ein erster von mehreren Aussichtspunkten, die jetzt direkt auf dem teilweise etwas beschwerlichen Pfad am Albtrauf kommen. Alternative Ist der mehr oder weniger parallel dazu verlaufende Schotterweg auf der Hochfläche, der, vorbei an der Weilheimer Skihütte, ebenfalls bis zum Boßler führt (1,2 Kilometer länger). Ein weiterer interessanter Aussichtspunkt, zum Beispiel mit Blick auf Häringen und das Albvorland bis in die Region Esslingen, ist am Knick der Stromleitung, die hier steil links runter ins Tal führt.

5,5 Kilometer nach den Eckhöfen erreichen wir auf dem Albtraufgängerweg das Boßlerhaus, das samstags und sonntags in der Regel von den Naturfreunden Göppingen bewirtschaftet wird. Von hier hat man erneut schöne Ausblicke, und zwar auf zahlreiche Orte im Filstal. Von nun an geht es auf einem Schotterweg bergab. Nach rund zwei Kilometern erreichen wir unseren Startpunkt am Wanderparkplatz zwischen Gruibingen und Weilheim.

Strecke, ZEIT, KARTE und Einkehrmöglichkeit

Rund 19 Kilometer, circa 5 Stunden. Einzig nennenswerte Steigung: Vom Hasental zum Parkplatz Reußenstein, circa 1,5 Kilometer.

Wer den Abstecher zur Schertelshöhle machen will, nimmt einen Umweg von insgesamt circa drei Kilometern in Kauf. Von der Schertelshöhle zum Reußenstein sind es 4 Kilometer.

Wanderbus ab Boßler-Parkplatz nach Wiesensteig (Ausstieg Postamt, Nähe Schloss): Von 1. Mai bis 16. Oktober 2016 an Sonn- und Feiertagen, mit Abfahrt am Boßler-Parkplatz um 8.57, 9.57, 10.57, 11.57, 13.57 und 15.57 Uhr. Siehe auch www.landkreis-goeppingen.de/radwanderbus

Einkehr: Gutshof Reußenstein (wegen Renovierung ab 2017 wieder ganz geöffnet). – Boßlerhaus, samstags/sonntags, 14 bis 18 Uhr. In Ferienzeit siehe www.naturfreunde-gp.de

Empfohlen: Karte Geislingen / Blaubeuren, Wandern und Rad fahren, 1:35 000, Landesamt für Geoinformation, 5,20 Euro, www.lgl-bw.de

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Outdoor. Setzte ein Lesezeichen permalink.