Hohler Fels: Archaisches Klangerlebnis am 24.9.2016

Ein Konzert mit Instrumenten, wie sie schon die Menschen der Jungsteinzeit spielten? Kein Problem: Für heute, Samstag, hat der Musiker und Komponist Christoph Haas im Hohlen Fels bei Schelklingen ein solches Event auf die Beine gestellt.

Ein außergewöhnliches Konzert gibt es am heutigen Samstag, 16 Uhr, im Hohlen Fels bei Schelklingen zu hören: ein Konzert mit archaischen Instrumenten an einer der Wiegen der Menschheit.
Der Hohle Fels ist eine der größten Höhlen der Schwäbischen Alb. Als der moderne Mensch vor 40 000 Jahren donauaufwärts zog, entstanden dort die ersten Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit. Weltberühmt sind die Frauenstatuette aus Elfenbein und die Flöte aus Gänsegeierflügelknochen, die in der Höhle ausgegraben wurden.
Seit 1992 gibt Musiker und Komponist Christoph Haas in eiszeitlichen Fundstätten Höhlenkonzerte mit archaischen Musikinstrumenten. Haas und Banda Maracatú musizieren auf Rahmentrommeln, Musikbögen, mit klingenden Steinen, Muschelschalen, Rasseln und dem Angklung – einem Bambusxylofon, mit dem auf Java und Bali seit der Jungsteinzeit musiziert wird. Gabriele Dalferth spielt eiszeitliche Flöten aus Schwanenflügelknochen, Hirschknochen und Mammutelfenbein. In der einzigartigen Akustik des Höhlendoms entfalten diese Klänge einen besonderen Zauber.
In der Höhle ist es feucht, die Besucher sollten also regendichte Kleidung und feste Schuhe mit Profilsohle tragen und eine Sitzunterlage mitbringen. Im Anschluss ans Konzert können die Besucher das Erlebnis beim gemeinsamen Trommeln am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Quelle: SWP

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