Sontheimer Höhle bald wieder offen

Sontheimer Höhle

Heroldstatt sz Nur noch der nackte Fels ist im Eingangsbereich der Sontheimer Höhle zu sehen. Der lockere Kalkstein an der Decke und den Wänden ist weg. In dieser Woche kann die Firma FSS Felssicherung Simon aus Naumburg in Sachsen-Anhalt die Sanierungsarbeiten an der Sontheimer Höhle abschließen. Da kommt etwas Freude beim neuen Höhlenvereinsvorsitzenden Hans Kastner auf: Denn von Samstag, 27. August, an soll die Sontheimer Höhle wieder den Besuchern offen stehen.

„Wir freuen uns, dass die Sanierungsarbeiten flott und reibungslos vonstatten gingen und ein Ende der Sanierungsarbeiten in Sicht ist“, erklärt Hans Kastner, der neue Vorsitzende des Höhlenvereins Sontheim. Er wie auch sein Vorgänger Manfred Hirning sind zurzeit jeden Tag auf der Baustelle anzutreffen und legen bei der Sanierung des Höhleneingangs mit Hand an. Sie loben den Einsatz der Mitarbeiter der Firma Simon, die gut gearbeitet haben.

In der nächsten Woche wird ein Vertreter des Landesamts für Geologie die Sanierung begutachten und die Schauhöhle nochmals überprüfen und dann „hoffentlich“, wie es Hans Kastner formuliert, die Freigabe erteilen. Er rechnet fest damit und geht von der Wiedereröffnung am 27. August aus. „Vom 27. August an führen unsere Höhlenführer die Besucher durch unsere Höhle mit ihren schönen Schauhöhlen.“

Rund 17 Kubikmeter lockeren Kalkstein haben Bauleiter Daniel Christner, Denis Litzrott von Marco Christner von der Firma FSS Felssicherung Simon in der vergangenen Woche vom festen Grundfels abgemeißelt. Die am Boden liegenden Kalksteins und Geröll schaufeln sie derzeit in große Eimer, um das Gestein über einen 23 Meter langen Lastenaufzug in einen Container zum Abtransport zu befördern. „Zweieinhalb Container Gestein werden wohl schlussendlich zusammen kommen“, meint Marco Christner.

Das laute Motorengeräusch und das Hämmern von Meißeln gegen den Fels sind vorbei, Ruhe kehrt wieder bei der Sontheimer Höhle oberhalb des Tiefentals ein. Meter für Meter wagten sich die Fachleute auf einer Hebebühne in der vergangenen Woche mit ihren Presslufthammern vor – in den Teil der Sontheimer Höhle, in den sich Fels aufgrund von Sprengungen und Reibungen durch gefrorenes Wasser zu verwittern und zu lösen begann. Bauleiter Daniel Christner wagt bereits eine Bilanz zu der Höhlensicherung: „Eine Gefahr für Menschen war nicht vorhanden. Die Höhlenbesucher waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.“

Der Fachmann in Sachen Felsensicherung fügt allerdings hinzu: „Die Sanierung war trotzdem notwendig. Die Verwitterung des Kalkgesteins war schon weit voran geschritten. Handlungsbedarf war geboten.“ Es sei an der Zeit gewesen, die verwitterten Steine zu entfernen. „Der Schadensumfang ist nicht ganz so groß wie ursprünglich angenommen“, erklärt Daniel Christner. So dürfte die mit 19 500 Euro veranschlagte Felssicherung günstiger als veranschlagt ausfallen.

Ähnlich beurteilen die Lage auch der Vereinsvorsitzende Hans Kastner und sein Vorgänger Manfred Hirning, der die Höhlensanierung federführend organisiert und die Firma FSS Felssicherung Simon gewinnen und beauftragen konnte. Eine Schließung der Höhle von Mai an sei nicht nötig gewesen, da hätten zwei oder drei Wochen ausgereicht. Hirning hatte viele Gespräche mit dem Amt für Geologie, der Naturschutzbehörde wie mit dem Gemeinde und der Baufirma geführt, bis Anfang August die Sanierung anlaufen konnte.

Nächste Woche sind Bauleiter Daniel Christner und seine Kollegen von Firma FSS Felssicherung Simon aus Naumburg in Sachen Felssicherung wieder im Einsatz: Dann gilt es die Felsen beim Tunnel der B 28 in Blaubeuren zu sichern. In der Zeit sind dann Hans Kastner, Manfred Hirning und weitere Mitglieder des Höhlenvereins Sontheim damit beschäftigt, Putz- und Aufräumarbeiten zu erledigen. Zudem müssen sie das Geländer im Eingangsbereich wie auch im unteren Teil der Höhle anbringen. Die Treppenstufen müssen sie instand setzten. Einige Elektroleitungen gilt es zudem neu zu verlegen. Ausfallen wird in Heroldstatt in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen die jährlich Ende August stattfindende Batnight, die Fledermausnacht.

Quelle: Schwäbische.de

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