Geißenklösterle, Blaubeuren-Weiler / Achtal

Lage: ca. 700 m südsüdöstlich von Weiler im Hang, in etwa 60 m Höhe; von der Achbrücke nach 80 m führt ein Pfad den Steilhang hinauf; 584 m NN
Größe: 25 m Durchmesser, Eingangshöhe 4 m, Eingangsbreite 4 m

Seit 2017 zählt das Geißenklösterle zu den sechs UNESCO-Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb.

Das große Portal inmitten des hohen Bruckfelsmassivs wurde mit einem Gitter versehen, um die Höhlenruine (es handelt sich um ein Abri, eine Halbhöhle) vor Raubgrabungen zu schützen, ist jedoch gut einsehbar.

Die Höhle wurde in der Steinzeit als Lagerplatz genutzt und ist ein bedeutender Fundort zahlreicher berühmter Figuren aus Mammutelfenbein, die zu den ältesten Kunstwerken der Welt gehören wie z.B. einem „Adoranten“ (Mischwesen aus Mensch und Tier) und verschiedener Tiere wie Mammut, Wisent und Bär. Außerdem entdeckte man hier auch die ältesten Musikinstrumente der Menschheit: Flöten aus Schwanenknochen und Mammutelfenbein.

Als außergewöhnlich ergiebige archäologische Fundstelle wurde das Geißenklösterle erst 1957 entdeckt, bevor hauptsächlich zwischen 1974 und 1991 und nochmals in den Jahren 2001/02 ausgegraben wurde.