Alamannen

Als KML-Datei für Google Earth/Goolge Maps exportierenStandalone-Karte im Vollbild-Modus öffnenQR Code-Bild für Standalone-Vollbild-Kartenlink erstellenAls GeoJSON exportierenAls GeoJSON exportieren
Alamannen

Karte wird geladen - bitte warten...

Alamannenmuseum Ellwangen: 48.963996, 10.127678
Alamannenmuseum Vörstetten: 48.065936, 7.853053
Runder Berg: 48.489439, 9.365263
Kriegergrab : 48.597195, 9.487100
Alemannische Gräber: 48.261087, 9.719565
marker icon
Wegbeschreibung berechnen Standalone-Karte im Vollbild-Modus öffnen Als KML-Datei für Google Earth/Goolge Maps exportieren
Alamannenmuseum Ellwangen

Wer sich für die Alamannische Geschichte interessiert kommt an diesem Museum nicht vorbei.

Link

Ellwangen (Jagst), BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
marker icon
Wegbeschreibung berechnen Standalone-Karte im Vollbild-Modus öffnen Als KML-Datei für Google Earth/Goolge Maps exportieren
Alamannenmuseum Vörstetten

Link zur Homepage des Museum

Vörstetten, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
marker icon
Wegbeschreibung berechnen Standalone-Karte im Vollbild-Modus öffnen Als KML-Datei für Google Earth/Goolge Maps exportieren
Alemannische Gräber

Die Alamannen von Dettingen

Zuerst waren da nur ein Skelett und eine Speerspitze aus Metall. Doch nach und nach gab die Erde in Dettingen immer mehr preis: 27 Gräber eines frühmittelalterlichen Alamannenfriedhofs haben die Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege bis Ende der vergangenen Woche geborgen – und sie vermuten noch mehr in der umliegenden Erde. „Der Fund ist größer als erwartet“, sagt Jan König, Grabungstechniker des Landesamtes, der zusammen mit seinem Kollegen Steffen Killinger die Ausgrabungen koordiniert.

Erstes Grab ist ein Zufallsfund

Das erste Grab war ein Zufallsfund: Bei Erschließungsarbeiten im Baugebiet Herdgassäcker stießen Bauarbeiter auf ein Skelett (wir berichteten). Als klar war, dass es sich um einen archäologischen Fund handelte, begann das Team des Landesamtes für Denkmalpflege mit den Rettungsgrabungen. Sehr behutsam legen die Mitarbeiter nun seit Ende Oktober ein Grab nach dem anderen frei. Denn die Knochen einiger Skelette sind so brüchig, dass sie schon bei der Bergung zerbrechen. „Bei dem lehmigen Boden hier ist es erstaunlich, dass überhaupt etwas erhalten ist“, sagt Steffen Killinger. Denn der Lehm ziehe die Mineralien aus den Knochen. Dadurch werden sie brüchig und sind irgendwann gar nicht mehr vorhanden.

Die Wissenschaftler vermuten, dass es sich in Dettingen um ein merowingerzeitliches Gräberfeld aus dem fünften oder sechsten Jahrhundert nach Christus handelt. „Das erkennt man an den Grabbeigaben. „Sie waren bestimmten Moden unterworfen“, erklärt Killinger. So fanden die Wissenschaftler in den Dettinger Gräbern etwa Glasperlen, Gürtelschnallen, einen kunstvoll verzierten Knochenkamm oder Keramikgefäße, die den Toten mit ins Grab gegeben wurden.

Die Waffen eines Alamannenkriegers sind bisher nicht gefunden worden. „Es muss auch nicht sein, dass wir das Grab eines Kriegers finden“, betont Jan König. Denn die Menschen hier seien vermutlich nur Bauern gewesen. Der gesamte Umfang der Ausgrabungen könne jedoch erst am Ende der Untersuchung abgeschätzt werden. Wie andere Alamannengräber sind auch die in Dettingen alle in West-Ost-Richtung ausgerichtet. „Der Blick des Toten ist so nach Osten gerichtet, in Richtung der aufgehenden Sonne“, erklärt Steffen Killinger.

Bevor die Skelette geborgen werden, dokumentieren die Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege sie sorgfältig: Sie fotografieren die Funde, vermessen sie und halten ihren genauen Stadtort fest. Dann werden die Knochen sorgfältig geborgen, verpackt und für spätere Auswertungen archiviert.

Um abzuschätzen, wie weit sich das Gräberfeld in Dettingen erstreckt, untersucht Jan König das Baugebiet Herdgassäcker systematisch: Ein Bagger zieht lange Gräben, sogenannte Sondagen, in das Erdreich. An dunklen Verfärbungen in der Erde kann König dann erkennen, ob sich an dieser Stelle ein Grab oder gar Siedlungsspuren befinden könnten. Die zum Friedhof gehörende Alamannensiedlung könnte aber auch genau dort gestanden haben, wo der Ort Dettingen heute noch steht. „Der Name Dettingen weißt darauf hin“, erklärt Steffen Killinger. Denn das Suffix „ingen“ bedeute in der Sprache der Alamannen so viel wie „die Leute des“. Demnach lebten in Dettingen vor einigen Jahrhunderten die Leute des Detto, Detti oder ähnlich heißenden Anführers.

Mit der Rettungsgrabung sichern die Wissenschaftler aktuell nur die Funde in den Bereichen, die auch als Baugebiet ausgewiesen sind, zwölf Bauplätze werden dort nach Angaben der Stadt Ehingen bis zum zweiten Quartal 2017 erschlossen.

Für mehr fehlen Zeit und Geld

„Wir werden nicht das ganze Gräberfeld erfassen können“, sagt Jan König. Für umfangreichere Grabungen fehle sowohl das Geld als auch die Zeit. Denn bis Ende des Jahres müssen die Arbeiten des Denkmalamt-Teams in Dettingen abgeschlossen sein. „Das ist natürlich wenig zufriedenstellend“, sagt König. Doch durch die Sondagen wissen die Wissenschaftler und auch die Grundstücksbesitzer immerhin, wo noch Gräber oder andere Spuren im Boden vorhanden sind. Wenn diese Abschnitte später bebaut oder untersucht werden, könnten die Funde laut König mit einem ganz anderen wissenschaftlichen Kenntnisstand untersucht werden. „Denn man weiß heute mehr als vor 50 oder 100 Jahren und in 50 Jahren weiß man vielleicht noch mehr.“

Herdgassäcker, Dettingen bei Ehingen, Baden-Württemberg, DE
marker icon
Wegbeschreibung berechnen Standalone-Karte im Vollbild-Modus öffnen Als KML-Datei für Google Earth/Goolge Maps exportieren
Kriegergrab

In Bissingen/Teck wurde ein Reich  ausgestattetes Grab eines Kriegers aus dem 7.Jhd. entdeckt. Das Video des Landesdenkmalamtes zeigt die Blockbergung.

Bissingen an der Teck, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
marker icon
Wegbeschreibung berechnen Standalone-Karte im Vollbild-Modus öffnen Als KML-Datei für Google Earth/Goolge Maps exportieren
Runder Berg

der Runde Berg bei Bad Urach war im 4. und 5. Jhd. ein bedeutender Adelssitz der Alamannen, ist vermutlich auch der am Besten untersuchte.

Bad Urach, Reutlingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE