Nachhaltigkeit bei Outdoor Events der Cojote GbR

Der Klimawandel ist auch in der Region der Schwäbischen Alb leider nicht mehr zu leugnen. Umso wichtiger finden wir es als Unternehmen in der Outdoor Branche als Vorbild zu fungieren. Deutschland möchte bis 2050 klimaneutral sein. Wir wollen es bis Anfang 2024. Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit des Materials mussten wir leider unser Ziel nach hinten verschieben. Wir werden in Zukunft aber mindestens 10% unseres Gewinnes in örtliche Klimaprojekte investieren.

1. Bereits durchgeführte Maßnahmen:

1.1 Akkus

Seit April 2018 laden wir die Akkus unserer Geräte, inkl. der Handwerksgeräte und des Rasenmähers, ausschließlich mit dem selbst produzierten Strom aus unserer kleinen Photovoltaik Inselanlage auf unserem Camper (bis 6/22, dann Ladung durch die Inselanlage in unserem Lager). Defekte Lithiumakkus sammeln wir zur Zeit und werden sie einer Kreislaufwirtschaft zuführen sobald sie zur Verfügung steht.

1.2 Wasser

Seit April 2019 verwenden wir zur Reinigung und für anderen Gebrauch ausschließlich selbst aufbereitetes Regenwasser. Dadurch verschwenden wir nicht unnötig die kostbare Ressource Trinkwasser. Beim Umbau unserer Scheune werden wir eine Brauchwasseranlage einbauen, um z.B. die Spülung der Toilette nicht mit Trinkwasser betreiben zu müssen.

1.3 Reinigung und Desinfektion

Seit April 2019 verwenden wir zur Reinigung unserer Geräte ausschließlich zu 100% abbaubares Reinigungsmittel. Für die Desinfektion benutzen wir einen Sauerstoffspalter, d.h. es bleiben nur Wasser und Sauerstoff übrig. Das ist besonders bei unseren Neoprenanzügen in dem Naturraum Höhle von großer Bedeutung.

1.4 Getränke

Seit 2020 findet ihr bei unseren Events keinerlei Einwegflaschen mehr. Auch achten wir darauf, möglichst Getränke von regionalen Anbietern zu nutzen, um die Transportwege kurz zu halten. Trinkwasser kommt bei uns aus eigener Produktion, selbstverständlich unter Einhaltung der üblichen Hygiene. Selbst der Schnaps für unsere Höhlentaufe nach der Tour kommt von einem regionalen Anbieter.

Ab 2021 werden wir komplett auf Tetrapacks verzichten. Zum Beispiel Milch gibt es in Mehrwegflaschen. Fruchtsäfte aus heimischer Erzeugung im Bigpack (sortenreines Recycling problemlos möglich).

Ebenfalls werden wir ab 2021 das Bier auch nur noch mit Bügelverschluss anbieten, um auch in diesem Bereich Ressourcen zu schonen.

1.5 Stromversorgung

Seit unserem Umzug 2020 stammt unser Strom für unser Büro und Lager zu 100% aus regenerativen Energien. Seit 2023 verfügen wir für das Büro über eine PV Anlage mit Speicher und sind zu 98% Autark in den Monaten März-November. Die Scheune verfügt ja über eine Inselanlage mit Speicher und somit sind wir dort auch fast autark,

1.6 Beleuchtung und Stromverbrauch

Seit unserem Umzug 2020 verwenden wir ausschließlich LED Beleuchtung und verzichten auf das Beleuchten von Werbeflächen. Bei Anschaffung neuer elektrischer Geräte achten wir auf den Stromverbrauch. Geräte auf Standby gibt es bei uns nicht.

1.7. Einwegverpackungen und Alufolie

Seit 2019 setzen wir so wenig Einwegverpackungen wie möglich ein. Wir streben schnellstmöglich den völligen Verzicht an. Einweggeschirr sucht man bei uns vergeblich. Auch Einwegmaterial z.B. aus Bambus ist nicht zielführend, da es relativ viel Kunststoff als Bindemittel enthält. Aluminiumfolie wurde durch Mehrweggrillschalen aus Edelstahl ersetzt.

1.8 Lebensmittel

Wo immer möglich, setzen wir Lebensmittel aus biologischer und regionaler Produktion ein. Das 1kg Fleisch zu einem Euro vom Discounter findet ihr bei uns nicht! Als Grillfleisch verwenden wir regionales Wildschweinfleisch.

1.9 Büroorganisation

Wir verzichten wo immer möglich auf Papier in unserer Büroarbeit. Das braucht man in der heutigen Zeit sowieso nicht mehr. Ab 2021 werden wir nur noch Produkte mit dem blauen Engel verwenden, einem Siegel vom Bundesumweltministerium für besonders umweltfreundliche Produkte.

1.10 Versand

Wir versenden seit 2020 die Produkte unseres Onlineshops ausschließlich über das Gogreen Projekt der Deutschen Post / DHL. Für den Versand verwenden wir immer schon gebrauchte Kartons oder Boxen.

1.11 Baumaterialien

Wir achten bei der Verwendung der Baumaterialien möglichst auf deren Nachhaltigkeit. Zum Beispiel setzen wir sowenig Zement wie möglich ein. Wenn wir auf Zement nicht verzichten können, achten wir auf regionale Produkte (Zement von der Schwäbischen Alb als Sackware anstatt Zement der durch ganz Europa transportiert wurde). Auch bei den Dämmmaterialien achten wir auf nachhaltige Produkte z.B. aus Cellulose.

1.12 gebrauchte Materialien

Unser gebrauchtes Material wird bei den Cojoten nicht weggeworfen, sondern repariert und über unseren Online Shop verkauft. Alles sicherheitsrelevante Material wird dabei selbstverständlich von unseren PSA-Sachkundigen zuvor überprüft und mit vollständiger Historie und Prüfprotokoll übergeben. Dadurch schonen wir nicht nur die Umwelt, sondern halten auch unser eigenes Material permanent im optimalen Zustand.

1.13 2.8.2022 Inbetriebnahme einer ersten Photovoltaikanlage

Nach 4 Monaten Lieferzeit nahmen wir dann am 2.8.2022 eine erste, kleinere Photovoltaikanlage in Betrieb. Leider ist eine größere Anlage aufgrund der Lieferprobleme wohl 2022 nicht mehr möglich. Die kleinere Anlage ermöglicht uns aber zumindest während der Sommersaison einen autarken Betrieb unseres Lagers und der Scheune tagsüber. Wir speisen sogar über den Tag 2 Kw/h in das öffentliche Netz ein.

1.14 28.8.2022 Inbetriebnahme des Speichers und Umbau unserer Photovoltaikanlage

Heute nahmen wir unseren PV Speicher in Betrieb und haben gleichzeitig unsere PV Anlage in eine reine Inselanlage umgebaut. Somit sind wir zumindest im Sommer völlig autark und Klimaneutral unterwegs. Durch die Vetterleswirtschaft, Korruption und Lobbyismus unserer Regierung können wir leider überschüssigen Strom nicht mehr in das öffentliche Netz einspeisen. Wir würden sogar aus Solidaritätsgründen auf die lächerliche Einspeisevergütung von etwa 6 cent/kwh verzichten. So geht aus unserer Anlage ca. 2kw/h am Tag leider verloren.

2. geplante Maßnahmen 2022

2.1 Stromversorgung

Wir planen für 2022 den Ausbau unser Photovoltaikanlage auf eine Kapazität von 8kW mit einem dementsprechend großen Speicher. Damit können wir in jedem Falle im Sommer unser Basecamp völlig autark betreiben. Überschüssigen Strom werden wir in das öffentliche Netz einspeisen und somit zur CO2 Reduktion beitragen.

2.2 Anbindung an öffentlichen Nahverkehr

Ab 2022 bieten wir einen Shuttle Service vom / zum Bahnhof Bad Urach an. Gegen einen kleinen Obulus holen wir unsere Gäste am Bahnhof ab und bringen sie auch wieder zurück. Damit wollen wir für unsere Gäste einen Anreiz schaffen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

2.3 Fahrzeuge

Wir betreiben im Moment ausschließlich ältere Dieselfahrzeuge. Wir sind uns bewusst, dass diese Fahrzeuge für unsere CO2 Bilanz nicht besonders gut sind. Aber dadurch, dass wir Fahrzeuge im second use betreiben, wird kein neues Fahrzeug gebaut, bei dessen Produktion viel CO2 anfällt, sondern ein älteres, das sowieso schon da ist, weiterbenutzt. Einen Umstieg auf Elektromobilität werden wir zum momentanen Zeitpunkt nicht betreiben, da zum einen der Markt keine für uns passenden Fahrzeuge bietet und zum anderen aus unserer Sicht die Elektromobilität nicht zielführend ist. In unserem Segment benötigen wir Fahrzeuge mit einer großen Reichweite, diese Reichweite bedeutet schwere Akkus und die wiederum benötigen viel Energie zur Fortbewegung. Die Entsorgung bzw. Recycling dieser Akkus ist ein weiteres Thema.

Wir warten lieber bis es andere alternative Antriebe gibt und stellen dann um.

Das bedeutet für uns aber, dass wir zwangsläufig eine CO2 Kompensation betreiben. Wir suchen gerade geeignete Projekte, in die wir investieren werden. Vorrangig natürlich regionale Projekte.

3. Klimaschutz 2023

3.1 2023 Die PV Anlage geht in Betrieb

Anfang Januar ging unsere große PV-Anlage auf dem Wohnhaus in Betrieb ab Anfang April auch unser Pufferspeicher. Seit April haben wir eine Eigendeckung unseres Stromes von 96% und haben seit Januar etwa 750 kwh eingespeist. Natürlich reicht die Anlage noch bei weitem nicht aus um mehrere Elektrofahrzeuge mit Strom zu versorgen. Wir werden aber zügig an einem weiteren Ausbau unserer PV- Anlage an unserer Scheune arbeiten. Somit hat unsere Anlage Anfang Mai schon 1,5t Co2 eingespart. Natürlich ist der CO2 Verbrauch durch den Aufbau und Transport der Anlage noch nicht einberechnet. Aber wir gehen davon aus das er durch die Erzeugung des Stromes mehr als kompensiert ist.

Kompensation der gefahrenen Kilometer 2021

Bereits 2021 haben wir angefangen, die gefahrenen Kilometer von COJOTE zu den Veranstaltungen zu kompensieren. Die Kompensation beinhaltet auch die gefahrenen Kilometer unserer Mitarbeiter zu unserem Base Camp. Wilderness International ist eine Stiftung, die sehr viel Wert auf geringe Verwaltungskosten legt.

Urkunde_11-27937_DE.pdf

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Kompensation der gefahrenen Kilometer 2022

Bereits 2021 haben wir angefangen, die gefahrenen Kilometer von COJOTE zu den Veranstaltungen zu kompensieren. Die Kompensation beinhaltet auch die gefahrenen Kilometer unserer Mitarbeiter zu unserem Base Camp. Wilderness International ist eine Stiftung, die sehr viel Wert auf geringe Verwaltungskosten legt.

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