Keltische Fundstellen der Schwäbischen Alb und des Vorlandes

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Keltische Fundstellen der Schwäbischen Alb und des Vorlandes

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Heuneburg - Pyrene: 48.095401, 9.411853
Alte Burg: 48.162006, 9.347018
Heidengraben: 48.534057, 9.435775
Keltische Viereckschanze Einsiedel: 48.565094, 9.137549
Ipf, Keltisches Oppidum: 48.870034, 10.356870
Hohenasperg, keltischer Fürstensitz: 48.910128, 9.137993
Keltisches Fürstengrab: 48.881312, 9.003418
Esslingen-Jägerhaus, Keltische Viereckschanze: 48.754064, 9.349232
Heubach, Rosenstein , Abschnittswälle: 48.790047, 9.948723
Eybach - Abschnittwälle: 48.638730, 9.863577
Rappenplatz, keltische Siedlung: 48.492891, 9.246138
Scheibengipfel, keltischer Großgrabhügel: 48.495572, 9.231551
Bettelbühl, Fürstinnengrab: 48.074479, 9.426825
Keltenwelt Glauberg: 50.306385, 9.007065
Hallstadt, Österreich: 47.562187, 13.648584
Keltische Viereckschanze. Echterdingen: 48.681402, 9.142202
Keltische Viereckschanze Nürtingen: 48.596206, 9.321392
Fürstengrabhügel Lehenbühl: 48.606498, 9.237924
Grabhügel Horber Wald: 48.672467, 9.274220
Grabhügel Scharnholz: 48.667627, 9.292082
Grabhügel: 48.679731, 9.145998
Grabhügel Neuenhaus: 48.614700, 9.183664
Hügelgrab Einsiedel: 48.558074, 9.151299
Grabhügel Durrenberg: 48.548316, 9.156680
Keltische Grabhügel: 48.479251, 9.072175
Keltischer Grabhügel: 48.491331, 9.019811
Weilheimer Menhir: 48.492707, 9.030651
Brennburg, Viereckschanze: 48.275221, 10.643072
Keltische Grabfunde: 48.172093, 9.509411
Keltischer Einbaum: 48.064175, 9.610666
Gold im Maisfeld: 48.090171, 9.382710
Keltisches Frauengrab: 48.644298, 9.434381
Große Heuneburg, Upflamör: 48.199683, 9.393128
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Alte Burg

Alte Burg

Die alte Burg in Langenenslingen wird als keltisches Heiligtum interpretiert. 2015 und 2016 fanden dort umfangreiche Ausgrabungen statt, die eine noch bis 5m hoch erhaltene Trockensteinmauer zeigen.

Alte Burg

Langenenslingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Bettelbühl, Fürstinnengrab

2015 wurde hier ein Fürstinnengrab entdeckt.

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Herbertingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Brennburg, Viereckschanze

Die spätkeltische Viereckschanze Brennburg liegt etwa einen Kilometer südlich des Fischacher Ortsteils Willmatshofen im Landkreis Augsburg in Schwaben. Das gut erhaltene Erdwerk wird heute vom Hochwald geschützt und ist frei zugänglich.

Das Erdwerk liegt auf einer Geländestufe eines Ausläufers des Schalkenberges in etwa 527 Meter Höhe. Der Grundriss der Brennburg ist annähernd quadratisch, die Ostseite (102 Meter) ist etwas kürzer als die Westflanke (112 Meter). Der Nordwall ist 113 Meter lang, der südliche Wallzug misst 109 Meter.

Das Tor lag den Geländespuren nach im Süden. Die maximale Wallhöhe beträgt (gemessen von der Grabensohle) ca. 2,5 Meter. Der Wall wird von einigen neuzeitlichen Durchstichen unterbrochen.

Fischach, FREE STATE OF BAVARIA, DE
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Esslingen-Jägerhaus, Keltische Viereckschanze
Esslingen am Neckar, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Eybach - Abschnittwälle
Geislingen an der Steige, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Fürstengrabhügel Lehenbühl

Der Grabhügel auf dem Lehenbühl gehört zu den größten in Baden Württemberg. Sein Volumen beinhaltete einmal 5500m3.

Über Funde wurde nichts bekannt.

Schlaitdorf, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Gold im Maisfeld

Gold im Maisfeld

Das Tübinger Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters und das baden-württembergische Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen haben ihre Siedlungsgrabungen im Bereich der Heuneburg fortgesetzt. Bei einer Feldbegehung stießen die Forscher überraschend auf einen spektakulären Fund

Etwa zweieinhalb Kilometer von der Heuneburg entfernt entdeckten sie auf einem nahezu verebneten Grabhügel eine goldene Fibel. Dabei handelt es sich um das Bruchstück einer mit Goldfolie überzogenen Gewandspange aus Bronze. Die Fibel stammt aus der späten Hallstattzeit zwischen dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr.

Bei der näheren Untersuchung der Fundstelle entdeckten die Wissenschaftler eine durch Ackerbau schon weitgehend zerstörte Grabanlage mit erstaunlich reichen Beilagen: Neben einer zweiten goldenen Fibel fanden sie bronzenen Ringschmuck, mehrere kleinere Bronzegegenstände sowie Reste einer mehrteiligen Halskette. Die bedeutendsten Funde aus dem nur noch schlecht erhaltenen Grab sind aber zwei Anhänger aus Gold, deren Verzierung mit Filigranmustern auf eine etruskische Herkunft schließen lässt.

Die Forscher stießen bei ihren Grabungen auch auf letzte Überreste der Person, die in dem entdeckten Grab bestattet worden war. Den Beigaben zufolge gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es sich dabei um eine Frau gehandelt hat, die wahrscheinlich in einem hölzernen Sarg beigesetzt wurde. Das Skelett war im sauren Boden nahezu vollständig vergangen. Anhand der erhaltenen Zahnschmelzkappen konnte jedoch die Position des Kopfes der Toten bestimmt werden. Rings um den Kopf herum wurden die Grabbeigaben gefunden, die Fibeln befanden sich im Bereich der Schultern.

Das Umfeld der Heuneburg im Landkreis Sigmaringen gilt als ein bedeutender und zentraler frühkeltischer Ort an der oberen Donau. Der Fundort des Grabes ist seit langem als Grabhügelfriedhof aus der späten Hallstattzeit zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Mit Ausnahme des größten Hügels, der wohl aufgrund seiner Ausmaße von den Folgen des Ackerbaus verschont blieb, sind aber alle Tumuli weitgehend verebnet. Der Friedhof ist - ebenso wie andere Grabhügelfriedhöfe im Bereich der Heuneburg - ein Beleg für den sozialen Aufstieg einzelner Bauernfamilien. In der damaligen Zeit verdeutlichten die führenden Familien ihren sozialen Rang durch prunkvolle Grabausstattungen. Auch die Art der Begräbnisse und die teilweise riesigen Grabhügel unterstrichen die jeweilige gesellschaftliche Position des Verstorbenen. So lassen die mit Goldblech überzogenen Bestandteile von Trachten und die goldenen Anhänger, die in dem neu entdeckten Grab gefunden wurden, erahnen, welcher Aufwand bisweilen bei solchen Bestattungen betrieben wurde.

Herbertingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Grabhügel
Echterdingen, Baden-Württemberg, DE
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Grabhügel Durrenberg
Kirchentellinsfurt, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Grabhügel Horber Wald
Neuhausen auf den Fildern, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Grabhügel Neuenhaus
Waldenbuch, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Grabhügel Scharnholz
Neuhausen auf den Fildern, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Große Heuneburg, Upflamör

Keltische Wallanlage Große Heuneburg

Upflamör, Reutlingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Hallstadt, Österreich

Hallstatt liegt zwar auch nicht auf der Schwäbischen Alb, ist aber Namensgebend für eine ganze Epochen der keltischen Geschichte.

Hallstatt, Gmunden, UPPER AUSTRIA, AT
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Heidengraben
Grabenstetten, Reutlingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Heubach, Rosenstein , Abschnittswälle
Heubach, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Heuneburg - Pyrene

Heuneburg

Die Heuneburg war vielleicht die keltische Stadt Pyrene. Sie vielen Jahren wird dort und im Umfeld ausgegraben. Eine schönes Freilichtmuseum zeigt das damalige Aussehen der Stadt.

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Hohenasperg, keltischer Fürstensitz
Asperg, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Hügelgrab Einsiedel
Kirchentellinsfurt, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Ipf, Keltisches Oppidum
Bopfingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Keltenwelt Glauberg

Der Glauberg liegt nicht auf der Schwäbischen Alb, aber das Museum ist so schön, das der Glauberg hier Aufnahme findet.

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Glauberg, HESSE, DE
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Keltische Grabfunde

Keltische Grabfunde

Eine Notgrabung beim Bau der Ortsumgehung von Unlingen im Landkreis Biberach brachte frühkeltische Gräber zum Vorschein, die im Block geborgen wurden und nun na...ch und nach freigelegt werden. Neben einigen Grabbeigaben fand sich schon eine kleine bronzene Reiterfigur, die auf einem doppelköpfigen Pferd sitzt. Bei ihr könnte es sich um die älteste in Deutschland gefundene Figur dieser Art handeln - vergleichbare Stücke finden sich im 7. Jh. v. Chr. in Italien. Somit stellt diese Reiterfigur wohl einen Beleg für den Kulturkontakt dar.

Unlingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Keltische Grabhügel
Tübingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Keltische Viereckschanze Einsiedel
Kirchentellinsfurt, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Keltische Viereckschanze Nürtingen
Nürtingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Keltische Viereckschanze. Echterdingen
Echterdingen, Baden-Württemberg, DE
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Keltischer Einbaum

Keltischer Einbaum

Prähistorische Einbaumfunde sind aus archäologischen Ausgrabungen im oberschwäbischen Federseemoor aus der Stein- und Bronzezeit bekannt. Nun glückte erstmals die Entdeckung eines eisenzeitlichen Bootes. Der Anfang September 2016 gehobene Einbaum stammt aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.
und gehört damit in die keltische Zeit.

Im Zuge von archäologischen Prospektionen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart konnte im geplanten Neubaugebiet „Neuweiher II“ am südlichen Ortsrand der Stadt Bad Buchau (Kreis Biberach) ein eichenes Stammboot aufgedeckt werden. Das 4,7 m lange, stark verdrückte Objekt mit der für Einbäume typischen rippenförmigen Verdickung am Boden, überdauerte eingebettet in Seesedimente am ehemaligen Ufer des Federsees bis in heutige Zeit.

14C-Datierungen erbrachten eine zeitliche Einordnung in das 3. vorchristliche Jahrhundert. Prof. Dr. Dirk vom Landesamt für Denkmalpflege betont, dass „außer einem Altfund vom Neckar, der nur schriftlich überliefert ist, dies der einzig bekannte Bootsfund in Baden-Württemberg aus keltischer Zeit“ sei.

Dieses eisenzeitliche Boot ist ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Federsee und der 15 km entfernten, an der Oberen Donau liegenden Heuneburg bei Hundersingen. Archäologische Funde aus der hallstattzeitliche Fischfanganlage bei Oggelshausen im südlichen Federseeried belegen Kontakte zum keltischen Fürstensitz auf der Heuneburg. Vermutlich gelangten spätestens ab dieser Zeit Fischer aus dem Raum nördlich der Donau über die Kanzach mit dem Boot an den Federsee.

Angesichts fragiler Holzteile und noch im Boden befindlicher archäologischer Befunde wurde die Bergung des Einbaumes „Federseeried 2015/1“ unter Leitung des Landesamtes für Denkmalpflege von einer Spezialfirma durchgeführt. Der Einbaum lagert nun gut verpackt bis zur Restaurierung im Magazin des Landesamtes für Denkmalpflege.

Aus dem ehemaligen Uferbereich des Federsees konnten in diesem Bereich weitere spektakuläre archäologische Objekte – darunter auch bearbeitete Hölzer, mehrere römische Holzpaddel aus Eiche und eiserne Angelhaken unbekannter Zeitstellung – geborgen werden. Die Fläche wird in den kommenden Jahren vor der Überbauung durch das Landesamt für Denkmalpflege systematisch untersucht werden.

Bad Buchau, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Keltischer Grabhügel
Kilchberg, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Keltisches Frauengrab

Keltisches Frauengrab

Gold- und Bronzeringe in keltischem Grab entdeckt

Archäologen des Landesdenkmalamt machen bei Grabungen in Kirchheim/Teck einen überraschenden Fund aus der frühen Eisenzeit: Sie stoßen auf das unversehrte Grab einer Keltin, die wohl der Oberschicht angehörte.

Mit diesem Fund haben die Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege nicht gerechnet. Eigentlich sind die Experten seit etwas mehr als einem Jahr damit beschäftigt, bei einer großflächigen Rettungsgrabung in Kirchheim (Kreis Esslingen) eine jungsteinzeitliche Siedlung des sechsten Jahrtausends vor Christus zu erforschen, ehe die Stadt die Erschließungsarbeiten für das neue Gewerbegebiet Hegelesberg vorantreibt. Doch dann entdeckten sie das Grab einer keltischen Frau, das aus der Zeit um 500 vor Christus stammt – und darin kostbaren und außergewöhnlichen Goldschmuck. Zwar seien die Überreste des Skeletts aufgrund des extrem kalkarmen Bodens nicht mehr erhalten, berichtet Jörg Bofinger. „Anhand der Positionen der jetzt gefundenen Grabbeigaben können wir allerdings die Lage des Grabs gut rekonstruieren“, erklärt der Ausgrabungsleiter des Denkmalamts. Die Fachleute seien sich sicher, dass der Schmuck im Kopfbereich der Bestatteten gelegen habe. Dies weise darauf hin, dass die Frau der keltischen Oberschicht angehört haben müsse.

 

Das Grab stammt aus der frühen Eisenzeit

Links und rechts des Schädels lagen drei kleine, fein verzierte Ringe aus Gold, welche die Tote möglicherweise als Ohrringe oder ins Haar eingeflochtenen Schmuck getragen hat. Im Bereich des Hinterkopfs entdeckten die Archäologen zwei kugelförmige Objekte aus flächig verziertem Goldblech. Dabei handelt es sich, so Bofinger, „mit großer Wahrscheinlichkeit um Nadelköpfe der Haar- oder Haubentracht“. Ebenfalls im Grab gefunden haben die Experten je ein Paar Arm- und Fußringe aus Bronze. An den Handgelenken trug die Tote Ketten aus kleinen schwarzen Perlen, die einst aus fossilem Holz, sogenanntem Gagat, hergestellt wurden.

Die Schmuckstücke weisen laut Bofinger eindeutig darauf hin, dass in dem Grab eine Frau gelegen hat. Auch die erste zeitliche Einordnung ist bereits jetzt möglich: Das Grab stammt aus der Endperiode der frühen Eisenzeit, etwa um 500 vor Christus. Damit ist es rund 50 Jahre älter als das des berühmten Keltenfürsten von Hochdorf im Kreis Ludwigsburg. „Frauengräber mit Grabbeigaben dieser Qualität kennen wir aus der frühen Keltenzeit nur sehr wenige“, betont der Ausgrabungsleiter. Möglicherweise lag die Bestattete einst unter einem Grabhügel, der nicht mehr erhalten ist. Darauf weisen Verfärbungen im Umfeld des Grabes hin. Man könne davon ausgehen, dass die Lage des Grabs oberirdisch kenntlich gemacht worden sei.

Die Arbeiten werden unter Laborbedingungen fortgesetzt

Die Forscher haben das Grab zunächst sorgfältig freigelegt. Da man weitere Fundobjekte erwartete und auch nach etwaigen organischen Resten weitersuchen will, ist das Grab als 500 Kilogramm schwerer Erdblock an einem Stück geborgen worden. In den Werkstätten der archäologischen Restaurierung beim Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen werden die Ausgrabungsarbeiten nun unter Laborbedingungen fortgesetzt. Um das Grab bergen zu können, hatte das Denkmalamt die Hilfe der Kirchheimer Feuerwehr in Anspruch genommen. Eine Mannschaft rückte mit schwerem Gerät aus, um den wertvollen Grabfund unbeschädigt nach Esslingen bringen zu können.

Im September werden die Ausgrabungen im Siedlungsareal der jungsteinzeitlichen Fundstelle fristgerecht abgeschlossen sein. Dann kann Kirchheim mit der Erschließung des Gewerbegebiets Hegelesberg fortfahren

 
Kirchheim unter Teck, Baden-Württemberg, DE
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Keltisches Fürstengrab

Keltisches Fürstengrab

1978 wurde hier ein reich ausgestattetes keltisches Fürstengrab entdeckt. 1991 wurde ein sehr sehenswertes Keltenmuseum mit den Funden aus dem Grab eröffnet.

Keltenmuseum

Hochdorf, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Rappenplatz, keltische Siedlung
Eningen, Reutlingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Reutlingen, Reutlingen, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE
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Weilheimer Menhir
Kilchberg, BADEN-WÜRTTEMBERG, DE