Lage: 1,2 km westnordwestlich von Bad Urach-Wittlingen –  ein Fußpfad führt zur Ruine Hohenwittlingen und zur Höhle am Nordhang des Bergvorsprungs
Größe: 245 m lang, davon etwa 30 m weit gut begehbar, dann abschüssig bis zu einem Lehmloch, Eingang etwa 2 x 2 m

Bei der Schillerhöhle handelt es sich um eine wilde Höhle und Naturdenkmal. Sie wird zum Schutz überwinternder Tiere im Winterhalbjahr mit einem Gittertor verschlossen.

Nach einer kleinen Vorhalle versperrt ein mächtiger Felsblock den Weg nach innen, man kann rechts oder links daran vorbei gehen und steigt danach einige Stufen hinunter. Der weitere Gang verengt sich stellenweise, verbreitert sich aber auch wieder zu kleineren Hallen. Am Ende geht es abschüssig zu einem tieferen Boden, welcher von Lehm verstopft ist und das Ende der Begehung darstellt (kurz nach der engen Fortsetzung nach rechts weg wurde der Gang mit einer massiven Tür verschlossen).

 

1341 Ein Herr von Schilling verunglückt bei der Bärenjagd im Schilllingsloch. Beim anschließenden Heimtransport starb er auf dem Paß zwischen Dettinger Hörnle und Karlslinde am „Schillingskreuz“

1618-48 Fluchthöhle im Dreißigjährigen Krieg und offenabr auch in den Franzosenkriegen. Aus Zeiten dieser Nutzung der Höhle stammt eine Feuerstelle mit Scherben- und Knochenfunden etwa 50m vom Eingang entfernt.

1833 Grabung durch Graf Friedrich von Mandelsloh, Urach. Es wurde ein guterhaltener Menschenschädel, sowie Bären- und Luchsknochen gefunden.

1875 Weinland macht die Höhle zu einem Hauptschauplatz des Rulaman.

1889 Erste Vermessung der Höhle durch Oberförster Weiger, Hengen

1892 Veröffentlichung von Plan und Beschreibung in den Plänen des Schwäbischen Albvereins

1950 Plan der bekannten Höhlenteile durch den HHV Laichingen.

1950 Fledermausberingung und Kontrollen durch den HHV Laichingen

1964-67 Ergrabung und Erforschung neuer Teile durch die Arbeitsgemeinschaft Berg

1966-68 Vermessung neuer Teile durch die Arbeitsgemeinschaft Ber

1983 Neue Katasterübersicht für Blatt 7522 Urach mit dem dafür neugezeichneten Plan der Arbeitsgemeinschaft.

 

Sage:

Geheime Verbindung von Hohenwittlingen nach Baldeck. In früheren Kriegszeiten Zufluchtsort für die Nachbarschaft.

 

 

 

Geführte Tour durch die Schillerhöhle

 

mit freundlicher Genehmigung www.cross-the-line.org